Stunden vs. Fläche – zwei Welten
Private Unterhaltsreinigung wird klassischerweise pro Stunde angeboten, gewerbliche Objekte oft pro m² und Monat. Beides lässt sich ineinander umrechnen, wenn Sie die Netto-Arbeitszeit je Besuch kennen. Ein Stundensatz von 26–34 € netto (Stand 2026, Berlin) kann völlig in Ordnung sein – oder zu niedrig, wenn Sie dafür echte Sozialabgaben, Urlaubsvertretung und Sachmittel erwarten.
Ein auffällig günstiger Stundensatz deutet selten auf „magische Effizienz“. Häufiger fehlen Reserven für Versicherung, Material, Fahrtkosten – oder es werden Mindeststunden unscharf definiert. Fragen Sie nach: Was passiert bei Überziehung? Wie werden Sonderwünsche bepreist?
Was teuer macht: Zustand, nicht PLZ
Die Berliner PLZ allein bestimmt kaum den Preis. Entscheidend sind Zugang (Lift? Parkplatz?), Zustand nach Vormieter, Haustiere, starke Nikotinablagerungen oder empfindliche Natursteinböden. Zwei gleich große Wohnungen können 30 % auseinanderliegen – faire Anbieter erklären das vorher.
Gewerbliche m²-Staffeln verstehen
In Büros liegt man bei täglicher Reinigung grob zwischen 1,80 € und 3,40 € netto pro m² und Monat, abhängig von Sanitäranteil, Küche, Glasanteil und hygienischer Anforderung. Werte deutlich darunter sollten Sie hinterfragen (Qualifikation? Personalüberlassung?). Werte darüber können bei Praxen, Laboren oder historischen Objekten absolut berechtigt sein.
Steuern & Abrechnung
Privatkunden erhalten je nach Leistung und § 35b EStG unterschiedliche steuerliche Situationen – hier keine Steuerberatung, aber: seriöse Dienstleister stellen korrekte Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer, wenn anwendbar. Gewerbliche Kunden planen Netto.
Fazit
Realistische Kosten sind das Ergebnis aus Beschreibung, Besichtigung und klarer Leistungsliste. Holen Sie zwei bis drei Angebote ein, die sich in ihrer Transparenz ähneln – dann vergleichen Sie Äpfel mit Äpfeln. Unser Team berät Sie auf Wunsch beim Prüfen fremder Offerten – neutral und ohne Kleingedrucktes-Striptease.