1. Täglich: was wirklich nötig ist
In fast jedem Büro mit gemeinsamer Küche und mehreren sanitären Einheiten ist eine tägliche Basis sinnvoll: Geschirrspüler entleeren, kritische Küchenflächen abwischen, Papierkörbe leeren – je nach Objekt auch Staubentfernung in Empfangszonen. In reinen Großraumbüros ohne Publikumsverkehr kann ein schlankeres Modell ausreichen, wenn Mitarbeitende Eigenverantwortung übernehmen (Geschirr spülen, Arbeitsflächen selbst sauber halten).
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen täglicher Hygiene (Küche/Bad) und täglicher Optik (Staub in Konferenzräumen). Letztere lässt sich oft auf drei- bis viermal wochenlich reduzieren, wenn keine Allergiker gefährdet sind und keine dunklen Oberflächen Staub extrem sichtbar machen.
2. Wöchentliche und 14-tägige Rhythmen
Kleinere Büros unter 400 m² arbeiten häufig mit 1–2 Einsätzen pro Woche für Gesamtflächen: Staubwischen der Freiflächen, Bodenpflege, Sanitär gründlich. In Berlin fallen dabei oft hohe Feinstaubwerte von der Straße auf – der Eingangsbereich und die erste Etage profitieren spürbar von etwas häufigerer Wischrhythmus im Winter.
Offene Teams mit wechselnden Sitzplätzen brauchen eher eine höhere Frequenz, weil keine feste „Ordnungsperson“ existiert, die kleine Verwahrlosung kompensiert. Wer hingegen klare Desk-Policies hat (kein Essen am Platz, Material im Schrank), kann sparen.
3. Praxis & häufig berührte Flächen
Medizinische Bereiche, Zahnsprechzimmer und ähnliche Umgebungen verlangen eigene Protokolle: hier folgen wir Ihren betriebsinternen Vorgaben und den Anforderungen von Behörden/Versicherern. Das bedeutet nicht automatisch „alles täglich“, aber die Desinfektionsfrequenz berührter Oberflächen ist höher als in einem Marketingbüro.
4. Kosten sinnvich staffeln
Eine realistische Strategie: täglich schlanke Hygiene-Module, wöchentlich gründlichere Flächenarbeiten, monatlich oder quartalsweise Tiefenreinigung in schwer erreichbaren Zonen (Schrankoberteile, Rollen unter Schreibtischen). So bleibt das Budget planbar, ohne dass am Ende eine kostspielige Einmal-Intensivreinigung wegen jahrelanger Vernachlässigung nötig wird.
Fazit
Die beste Frequenz ist die, die zu Nutzung, Branche und Image passt – nicht die aus dem Netz kopierte Excel-Tabelle. Wir empfehlen für Berliner Büros eine kurze Begehung mit Ihnen und Facility, damit Prioritäten klar werden. Danach lässt sich ein Leistungsverzeichnis schreiben, das sich im laufenden Jahr kaum überzieht.